Stelle dich in Schulterbreite, Arme vor dem Brustkorb, als hieltest du einen großen Ball. Lass Atem und Gesicht weich werden. Nach zwei stillen Minuten spürst du Wärme in den Händen, feine Vibrationen in den Beinen, einen ruhigen Herzschlag. Diese Übung stärkt Tiefenmuskulatur, schult Geduld und schenkt erstaunliche Klarheit. Wer regelmäßig übt, bemerkt, wie innere Gespräche leiser werden und der Körper eine freundschaftliche, still tragende Stabilität entwickelt.
Führe die Hände seitlich in sanften Halbkreisen, als würden sie wolkige Bahnen streichen. Die Hüften drehen minimal, Gewicht fließt von Fuß zu Fuß, der Blick bleibt weich. Mit jeder Ausatmung sinkt der Puls ein Stück. Diese Bewegung beruhigt Schultern, massiert den unteren Rücken und glättet den Tag. Nach wenigen Minuten entsteht ein linderndes Gefühl der Weite, als würde das Zimmer ein wenig größer und innerer Lärm freundlich verblassen.
Lege die Hände nacheinander auf Bauch, Herz und Stirn, atme ruhig, danke dir still für die Praxis. Stell dir vor, Wärme sinke in den Unterbauch und ruhe dort. Ein paar Zeilen im Journal über Empfindungen und Erkenntnisse helfen, Muster zu bemerken. So endet der Abend nicht im Scrollen, sondern im Sammeln. Schlaf wird tiefer, und der nächste Tag beginnt aufgeräumter, weil der Körper eine klare, freundliche Spur erinnert.





